• Starten Sie als WhiteLabel-Partner mit unserer schlüsselfertigen Profi-Lösung Ihre eigene Investment-Plattform.
  • Schlüsselfertige Finanzmarktlösungen Crowdinvesting & Online Investments WpHG konform

Crowdinvesting Dos and Don'ts: Wissen für Emittenten

Hier finden Sie einige Hinweise, worauf Emittenten achten sollten, wenn sie an den Kapitalmarkt gehen. Nutzen Sie unsere Erfahrungen und Know How für Ihre Plattform.

1

Erlaubnispflichten. Achten Sie bei jeder Emission auf Genehmigungspflichten, auch für Vertriebspartner.

Jeder Kontakt mit Investoren durch externe Personen bedarf Zulassungen.

 

§32 KWG

  • Wer im Inland gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise angerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen will, bedarf gemäß § 32 KWG der schriftlichen Erlaubnis der BaFin.

 

Erlaubnispflicht nach GewO

  • Die Vermittlung von Finanzanlagen ist nach § 34 f GewO erlaubnispflichtig.
  • Finanzanlagen sind neben Anteilen, die eine Beteiligung am Ergebnis eines Unternehmens gewähren, auch stille Beteiligungen oder Genussrechte.
  • Der Begriff der Vermögensanlage gem. § 1 Abs. 2 VermAnlG wurde im Juli  2015 erheblich erweitert. Partiarische Darlehen bzw. Nachrangdarlehen werden nun als Vermögensanlagen eingestuft.
  • Die Veröffentlichung eines Verkaufsprospektes wird über 100.000 Euro Pflicht, wenn keine Schwarmfinanzierung genutzt wird.

 

Kleinanlegerschutz

Die Prospektpflicht nach dem Entwurf des Kleinanlegerschutzgesetzes entfällt allerdings, wenn:

  • der Verkaufspreis sämtlicher ausgegebenen Vermögensanlagen den Betrag von EUR 2,5 Mio. nicht übersteigt
  • die Vermögensanlagen im Wege der Anlageberatung oder Anlagevermittlung ausschließlich über eine Internetdienstleistungsplattform vermittelt werden
  • die Dienstleistungsplattform entweder ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen im Sinne des WpHG ist oder der Gewerbeaufsicht unterliegt
  • kein öffentliches Angebot vorliegt

Weitere Änderungen des VermAnlG durch das Kleinanlegerschutzgesetz:

  • Vermögensanlagen haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten ab dem Zeitpunkt des Erwerbs haben. Auch eine vorzeitige Kündigung soll ausschließlich mit einer Frist von 12 Monaten möglich sein.
  • Verkaufsprospekte sollen nach ihrer Billigung künftig nur noch eine Gültigkeit von 1 Jahr haben.
  • Mitteilungspflichten gegenüber der BaFin werden gestärkt.
  • Recht zur materiellen Prüfung des angebotenen Finanzprodukts durch die BaFin sowie von dessen Funktionsfähigkeit am Markt wird etabliert.
  • Verpflichtung des Emittenten, auch während der Gültigkeit des Prospekts diesen stets auf einem aktuellen Stand zu halten.
  • Standardisierter Warnhinweis.
  • Trotz fehlender Prospektpflicht muss der Anbieter der Vermögensanlagen jedoch ein Vermögensinformationsblatt (VIB) anfertigen und bei der BaFin hinterlegen. 
2

Entgegennahme von Geldern nur mit BaFin Erlaubnis

Viele Plattformbetreiber, die als Vermittler zwischen Endkunden und Dienstleistern tätig sind, handeln unrechtmäßig, sobald sie nämlich in ihrer Vermittlerfunktion Kundengelder entgegennehmen, auf ein Konto legen und von dort an den Dienstleister überweisen. Basis für die Regulierung ist das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) vom 25. Juni 2009.

Das ZAG regelt, welche Anbieter überhaupt als Zahlungsdienstleister agieren dürfen. Dazu zählen: Kreditinstitute (Banken), E-Geld-Institute (Herausgeber elektronischen Geldes), Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und Träger der bundes- oder landesmittelbaren Verwaltung; die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank und andere Zentralbanken der Europäischen Union und schließlich Zahlungsinstitute (Unternehmen, die gewerbsmäßig Zahlungsdienste erbringen).